In Berlin wird es eng für Spielotheken und Spielhallen

In Berlin wird es eng für Spielotheken und Spielhallen

📅04 März 2016, 09:56

Seit Ende letzten Jahres müssen Berliner Spielotheken- bzw. Spielhallen-Besitzer und deren Angestellte um ihre Existenz fürchten, denn da wurde zum ersten Mal das neue Abstandsgesetz eingeführt, das besagt, dass der Abstand zwischen zwei Spielhallen – in denen man Merkur, Novoline, Bally Wulff un andere Automatenspiele zocken kann – mindestens 500 Meter betragen muss. Die Durchführung dieses Gesetzes soll ab August dieses Jahres umgesetzt werden.

Das ist vor allem in Straßenzügen, die hauptsächlich durch die Existenz solcher Etablissements geprägt werden, fatal. Durch den massenhaften Wegfall von Spielotheken, würden jede Menge Läden leer stehen, Angestellte ihre Jobs verlieren und Besitzer ihre Geschäfte. Die Einbußen wären weitgreifend und unserer Meinung nach noch nicht ganz absehbar.

Berlin Mitte by nightEbenfalls ist die Frage, welche Spielotheken gehen müssen und welche bleiben dürfen auch noch nicht ganz geklärt. Es spielen wohl auch noch andere Einflussgrößen eine Rolle, wie z.B. der Abstand zu Schulen oder anderen Einrichtungen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten. Dazu soll ein Programm die Daten verarbeiten und somit über die Zukunft jeder einzelnen Spielhalle in Berlin entscheiden. Es werden weder die Anzahl der Angestellten, noch die Zeit des Bestehens oder sonst etwas in der Richtung berücksichtigt. Und bei mehreren Kandidaten auf zu engem Raum, soll am Ende anscheinend auch noch ein Losverfahren eingeleitet werden.

Eine weitere Maßnahme im Kampf gegen die Spielhallen Berlins soll die Erhöhung von Bußgeldern sein, die bis zur Höhe des zehnfachen des momentanen Bußgeldes steigen sollen. So kann eine fünfstellige Bußgeldsumme in Zukunft in den sechsstelligen Bereich aufsteigen.

Zudem soll eine Sperre für Spielsüchtige in unserer Hauptstadt eingeführt werden, da dies im Bundesland Hessen bereits funktioniert hat. In Hessen wurden bereits 10.000 Menschen in die Sperrdatei aufgenommen, in Berlin geht man von etwa 27.000 Betroffenen aus.

Und als letztes erlöschen zum 31.07.2016 auch noch alle Spielhallen-Lizenzen in unserer Bundeshauptstadt, die dann neu beantragt werden müssen. Wer allerdings eine neue Lizenz bekommt ist noch unklar und im (für die Betreiber) schlimmsten Fall einfach Glückssache.

Natürlich ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen wichtig und auch der Schutz von suchthaften Spielern, allerdings stellt sich uns die Frage, ob diese neuen Gesetze bestehende Probleme beseitigen oder für die Betroffenen neue schaffen.

Allerdings müssen einige dieser Gesetze erst noch verabschiedet werden, aber in diesem Punkt scheinen sich CDU und SPD wohl ausnahmsweise einmal einig zu sein und die Chancen für die Bürger Berlins (ob Besitzer, Angestellter, Vermieter oder Nutzer der Spielotheken) stehen ziemlich schlecht. Da ist es wirklich nur umso praktischer, dass man die beliebtesten Spielautomaten von Novoline und die Automatenspiele von Merkur mittlerweile auch ganz bequem online spielen kann. Dies gehr dann auch ganz bequem von Zuhause aus und so kann einem das neue Abstandsgesetz schlussendlich egal sein.

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